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Islamischem Zentrum Hamburg droht Ausschluss aus Muslim-Rat

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Von Gregory Dauber Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.

T Online

Das Islamische Zentrum Hamburg, in dem auch die Blaue Moschee angesiedelt ist (Archivbild): Der Verein steht vor einer ungewissen Zukunft. (Quelle: Hanno Bode/imago images)

Das schaut Hamburg auf

Die Lage um das umstrittene Islamische Zentrum Hamburg spitzt sich zu: Die Politik erhöht den Druck und auch andere Muslime wenden sich ab.

Dem Islamischen Zentrum Hamburg steht ein möglicherweise unangenehmes Wochenende bevor. Der vom Verfassungsschutz beobachtete Verein könnte seine Mitgliedschaft in der Schura, dem Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg, verlieren. Sollte das IZH nicht selbst einlenken, droht ein harter Ausschluss.

Dem IZH werden vom Verfassungsschutz und zahlreichen Politikern enge Verbindungen zum Mullah-Regime im Iran vorgeworfen. Der Bundestag beschloss sogar, dass ein Verbot des Vereins geprüft werden soll. Der Verein betreibt auch die Blaue Moschee in Hamburg, die von vielen schiitischen Muslimen aufgesucht wird. Im Visier der Kritiker steht vor allem die Führungsriege des IZH, die traditionell von Teheran bestimmt wird.

Die 63 Mitglieder der Schura versammeln sich am Sonntag. Dem Vernehmen nach wird gehofft, dass sich das IZH bis dahin aus freien Stücken aus der Schura verabschiedet – vor allem, um Schaden vom muslimischen Dachverband abzuwenden. Wegen des IZH steht der Staatsvertrag mit der Stadt Hamburg auf der Kippe. Mehrere Parteien fordern, dass eine Fortführung nur ohne das IZH funktionieren kann.

 Hamburg: Rat der Muslime hofft auf freiwilligen Abgang des IZH

Lenkt das IZH nicht ein, ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich, um den Ausschluss zu beschließen. Nach Informationen von t-online könnte dafür aber eine weitere Mitgliederversammlung vonnöten sein, die in den nächsten Wochen einberufen werden könnte. Beobachter fürchten, dass ein harter Ausschluss zu einem Solidarisierungseffekt anderer schiitischer Gemeinden führen könnte und die Schura gespalten wird. Die Schura in Hamburg gilt als Musterbeispiel für die Zusammenarbeit schiitischer und sunnitischer Muslime.

Kritik an der Debatte um das IZH kam zuletzt von der Islamischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands (IGS). Es gebe keine Grundlage für ein Verbot, welches einem Religionsverbot für die betroffenen Schiiten gleichkäme.

Der Leiter des IZH, Hadi Mofatteh, ist nach Angaben des Islamischen Zentrums die höchste geistliche Autorität der Schiiten in Europa, mit Ausnahme Großbritanniens. Laut Verfassungsschutz ist Mofatteh dem Obersten Führer des Irans, Ajatollah Chamenei, berichtspflichtig und weisungsgebunden.

 Grüne in Hamburg planen Beschluss zum IZH auf Parteitag

Auch der politische Druck auf die Schura und das IZH wird am Wochenende noch größer werden. Auf dem Landesparteitag der Grünen soll ein Leitantrag des Vorstandes beschlossen werden, der den IZH-Ausschluss aus der Schura fordert. "Das IZH kann nicht
länger Teil der Verträge zwischen islamischen Religionsgemeinschaften und der Stadt Hamburg bleiben", heißt es in dem Antragsentwurf, der t-online vorliegt.

"Mit Blick auf die vergangenen zehn Jahre sehen wir beim IZH auf Leitungsebene keine positive Entwicklung und gelangen nicht zu der Überzeugung, dass das IZH die im Vertrag verankerten gemeinsamen Wertegrundlagen teilt", stellt der Vorstand in der Beschlussvorlage fest.

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