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Essen: Stecken die Mullahs hinter den Schüssen auf Syagoge ?

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Ermittler verdächtigen Deutsch-Iraner

Justin Brosch/ANC-NEWS/dpaEinsatzkräfte der Polizei stehen am Rabbinerhaus bei der Alten Synagoge.

Steckt das Mullah-Regime hinter den Anschlägen auf jüdische Gebäude in NRW?

FocusFOCUS-online-Reporter Axel Spilcker

Freitag, 25.11.2022, 14:10

Hinter den Schüssen auf das Rabbinerhaus an der alten Synagoge in Essen vor einer Woche könnten staatliche Stellen im Iran stecken. Nach Informationen von FOCUS online haben die Staatsschützer inzwischen einen Deutsch-Iraner aus Dortmund verhaftet.

Der 35-jährige Mann wollte offenbar Attentäter aus der hiesigen iranischen Community anheuern, um Anschläge auf jüdische Einrichtungen zu verüben. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf sitzt der Tatverdächtige inzwischen wegen versuchter Anstiftung zu einem Brandanschlag in Untersuchungshaft. Auch soll er in jenem Zeitraum einen Molotowcocktail an einer Schule in Bochum gezündet haben, die an der Rückseite des örtlichen jüdischen Gotteshauses liegt.  

Essen: Zeuge brachte die Ermittler auf die entscheidende Spur

Innenminister Herbert Reul (CDU) teilte am Freitag dem Innenausschuss im Landtag mit, dass in jener Freitagnacht ein weiterer Anschlag auf eine Synagoge in Dortmund verhindert wurde. Ein Zeuge brachte die Ermittler auf die entscheidende Spur. Der in Teheran geborene Tippgeber berichtete von einem Anwerbungsgespräch durch den Tatverdächtigen. Letzterer habe ihm dazu überreden wollen, ebenfalls ein Attentat auf die Synagoge in Dortmund zu begehen.

Als Lohn für den Anschlag versprach der Werber seinem Gesprächspartner, dass die iranischen Behörden ihn nicht weiter strafrechtlich verfolgen würden. Somit könnte er wieder ungehindert nach Teheran einreisen. Die Ermittler werten dieses Angebot als Indiz, dass der deutsch-iranische Rekrutierer über Kontakte zu staatlichen Stellen in Teheran verfügen könnte. Andernfalls hätte er nicht solche Versprechungen machen können.

Der so Angesprochene offenbarte sich der Polizei und brachte aufwändige Nachforschungen ins Rollen. Der mutmaßliche Anwerber wanderte vor sechs Tagen in Untersuchungshaft, seine Wohnung und Auto wurden durchsucht, das Handy und PC beschlagnahmt. Ob sich bei ihm Waffen fanden, teilten die Staatsschützer nicht mit. Auch ist noch unklar, ob der Rekrutierer Befehle aus Teheran erhielt.

Ferner suchen die Strafverfolger mit Hochdruck nach etwaigen Komplizen. So etwa nach dem Mann, der die Schüsse in Essen abgegeben hat.

Mullahs sind in Deutschland aktiv

Die Nachforschungen stehen noch ganz am Anfang. Offenkundig ist einzig das Motiv: Der Hass auf Juden. Allerdings stellen sich noch viele Fragen: Handelte der Beschuldigte tatsächlich im Auftrag des Mullah-Regimes? Klar ist spätestens seit dem Anschlag auf die Diskothek La Belle in Berlin im April 1986 mit drei Toten und 104 Verletzten, dass die Schergen Teherans in Deutschland aktiv sind. So berichtete die hiesige Spionageabwehr im März 2018, dass iranische Geheimdienste an einer Anschlagsliste jüdischer Einrichtungen hierzulande arbeite, sollte es zu einem Konflikt mit Israel kommen. Nach dem Verbot der durch Teheran finanzierten Terror-Miliz Hisbollah 2020 und dreier Extremisten-Vereine im vergangenen Jahr, reagierten die schiitischen Autokraten mit massiver Kritik.

Tenor: Das Verbot beruhe auf der „Propagandamaschine der Zionisten.“ Nach vehementen Vorwürfen durch Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) am Vorgehen Teherans gegen die landesweiten Proteste, drohte das Mullah-Regime unverhohlen. „Deutschland kann sich für Engagement entscheiden, um gemeinsame Herausforderungen anzugehen – oder für Konfrontation“, erklärte Außenminister Hussein Amirabdollahian vor knapp zwei Wochen via Twitter: „Unsere Antwort wird angemessen und entschlossen sein.“ Historische Beziehungen zu beschädigen, werde langfristige Konsequenzen haben.

Unprofessionelle Taten

Es ist noch zu früh, um solche Drohungen mit den antisemitischen Anschlägen im Ruhrgebiet in Verbindung zu bringen. Vielleicht handelte der inhaftierte Deutsch-Iraner auch völlig eigenmächtig. Vielleicht gab es keine Kontakte oder Befehle aus Teheran. Vielleicht verfolgte der Tatverdächtige seinen eigenen Kampf gegen die jüdischen Menschen hierzulande. Dafür spricht, dass die Attentate auf die Synagogen äußerst unprofessionell durchgeführt wurden. Weder das Rabbinerhaus noch das alte jüdische Gotteshaus in Essen wurden noch regelmäßig genutzt.

Auch ließ sich der Schütze von Überwachungskameras ablichten. Der Brandsatz in Bochum wurde in jener Nacht an der falschen Stelle abgelegt, so dass er kaum Schaden anrichten konnte. Die weiteren Ermittlungen müssen nun den tatsächlichen Hintergrund der Anschläge erweisen. Die Generalbundesanwaltschaft wird stetig über die weitere Entwicklung informiert.

„Ich haben selten so einen dünnen Haftbefehl gesehen“, sagte der Dortmunder Anwalt Jörg Tigges, der den Beschuldigten verteidigt. Die Beweislage stütze sich einzig auf den ominösen Zeugen, den der Mandant zu einem Anschlag auf die Dortmunder Synagoge verleitet haben soll. Tigges betonte gegenüber FOCUS online, dass die Hausdurchsuchung bei seinem Klienten zu keinem Ergebnis geführt habe. „Ich warte nun auf Akteneinsicht, um mir ein umfassendes Bild machen zu können“. Danach werde er etwaige Rechtsmittel prüfen.

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